"Kordon Blö" ist der Festival-Star


Über 200 Fans beim Jugendforum in der Bauhofhalle CD-Release-Party geplant


Oberviechtach. (dds) Zum dritten Mal veranstaltete das Jugendforum in der Walpurgisnacht ein Newcomer-Festival in der Bauhofhalle. Über 200 Musikbegeisterte ließen sich blicken und kamen mit den Songs von "Funky Crime", "Die Verblödung" und "Kordon Blö" voll auf ihre Kosten. "Am Anfang hatten wir wirklich reine Anfängerbands organisiert, mittlerweile stehen schon Halbprofis auf der Bühne", meinte Jürgen Neuber, Vorstand des Jugendforums.


Die Musikanlage stellten das Jugendforum und Mitglied Kai Gohlke zur Verfügung, der sich auch um den richtigen Sound und gute Songs in den Pausen kümmerte. Die erste Band nannte sich "Funky Crime", wobei ihr Musikstil nicht viel mit dem Namen zu tun hat. Bandleader Manuel Ziegler sagte dazu: "Die funky Musik ist uns etwas entgleist, darum werden wir demnächst auch unseren Namen ändern".

Tolles Debüt in vielen Sprachen


Dominik Krammer (18) an den Drums, Stefan Meiswinkel (20) und Tommy Mühlbauer (17) an der Gitarre, Felix Mühlbauer (21) am Bass und Manuel Ziegler zuständig für die Vocals, boten eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens und die Zuschauer bestanden am Schluss noch hartnäckig auf eine Zugabe. Mit "Free as a Bird", "Afrique du Nord", "Lunatic Drive" oder "Graues Paradies" gaben die fünf Jungs aus Niedermurach, Neunburg, Weiden und Eslarn ein tolles Debüt in allen möglichen Sprachen. Vor ungefähr einem Jahr begab sich Ziegler auf die Suche nach einer Band, die seine Texte in gute Musik umsetzen konnte. Nach und nach wurde er fündig und trat mit "Funky Crime" beispielsweise bei der Beachparty in Neunburg, beim Kurpark Open-Air in Eslarn und an einigen Privatfeten auf. Heuer ist die Band mit einem neuen Programm in Eslarn zu sehen.

Außerhalb gängiger Strukturen


Einen Auftritt der etwas anderen Art zeigten Klaus Bodensteiner (21), Markus Weiß (17) und Michael Hechtl (27) als "Die Verblödung". "Unter richtige Musik fällt unser Auftritt nicht gerade", sagen die Bandmitglieder, "wir vergleichen uns eher mit Knorkator nur mit noch weniger Rhythmus". Hechtl meint, diese Art der Musik falle unter die Rubrik "gesellschaftskritische Texte mit konzeptioneller Musik, die die gängigen Strukturen bricht". Auf der Bühne zertrümmerten die drei Gegenstände und ließen eine Wasserbombenattacke über sich ergehen. Für die Tatsache, dass "Die Verblödung" erst seit zwei Wochen existiert, hatte die Gruppe ein äußerst umfangreiches Programm zu bieten. "Noise Avantgarde Performance", "Mein Pimmel und ich", "Adolf Hitler" oder "Bombardiert OVI" waren die so genannten "musikalischen" Sahnestückchen der drei Jungs. Für die Band "Kordon Blö" gehört das Oberviechtacher Newcomer-Festival bereits dazu. Sänger Jan Alesik (20), Schlagzeuger Michael Malterer (18), Bassist Sebastian Wunder (16), und die Gitarristen Stephan Eckel (17) und Christoph Schmid (18) boten eine Musik, die von Independent über Rock bis zu Funk reicht. Vor zwei Wochen veröffentlichten sie ihre erste CD "Hang loose chicken". Zehn Songs der Extraklasse sind zum Preis von 20 Mark erhältlich. "Kordon Blö" war bereits an einigen namhaften Events wie zum Beispiel bei Woodpop in Nabburg, bei Rock im Stadtpark in Teublitz oderbei der Beach Party und beim Altstadtfest in Neunburg zu hören. Bei der Emmergenza in München belegte die Fünfer-Formation im Vorjahr einen beachtlichen zweiten Platz und am Montag trat die Band erneut zur Qualifikation für das Halbfinale an. Auch am Sonntag kam "Kordon Blö" wieder einmal gut an.

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